Unser Ort
Der Kalkofen - Fest, Folgen und Fortgang
Kalkbrennertage vom 6. - 9. Juni 2002
Nach 50 Jahren wurde in Hargarten wieder Kalk gebrannt. Der Heimat- und Kulturverein hat am restaurierten Kalkofen im Juni 2002 die ersten “Hargarter Kalkbrennertage” durchgefuehrt.
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Offizielle Begrüssung durch Bürgermeister Manfred Peter und den Vereinsvorsitzenden Helmut Lubitz. |
... vor dem ersten “Einsatz” |
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Aufmauern des Kalkofens für das Kalkbrennen |
Beschickung des Kalkofens mit Koks.... |
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....und Holz. Der “Mann im Kalkowen” schichtet das Brennmaterial fachgerecht auf. |
Zerkleinern der beigeschafften Kalksteine. |
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Befüllen des Kalkofens mit den zerkleinerten Kalksteinen. |
Ein Prosit auf die gelungenen “Kalkbrennertage” mit dem speziellen "Kalkbrennerbräu" der Mettlacher Abtei-Brauerei |
Hargarter Kalkofen macht Furore (2006/2007)


Kalkofen winterfest gemacht (2015)
Am letzten Wochenende des Septembers 2015 trafen sich einige Vorstandsmitglieder und heimatliebende Mitbürger, um noch vor dem Winter dringende Unterhaltungsarbeiten rund um den Kalkofen zu erledigen.
Der Kalkofen wurde im Innenbereich gereinigt, Abgrenzungsstangen um den Kalkofen wurden erneuert und das Kreuz und dort aufgestellte historische Grenzsteine gesäubert. Ein das Kreuz und die vorbeiführende Straße gefährdender Baum wurde entfernt, weitere kleinere Bäume ,Sträucher und Hecken wurden geschnitten, die morschen Holzpfähle des Außenzauns erneuert und die Bretter mit Holzlasur winterfest gemacht. Das gesamte Gelände um den Kalkofen wurde so wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht.

Drei Bäume zur Erinnerung an die Hargarter Kalkbrenner (2016)
Auf dem Kalkofengelände musste der Bauhof der Gemeinde Beckingen drei morsche Weidenbäume entfernen. Dies nahm der Heimat- und Kulturverein zum Anlass, bei der Gemeinde, die Pächterin dieses Geländes ist, eine Ersatzpflanzung zur Erinnerung an die einstigen Hargarter Kalkbrenner zu beantragen. Forstwirt Jürgen Schmal und der Naturschutzbeauftragte Winfried Minninger empfahlen, einen Kastanienbaum, einen Nussbaum und eine Linde neu zu pflanzen.
Am Sonntagmorgen, dem 24. April 2016, fand die offizielle Pflanzung statt. Wegen des Arbeitsaufwandeshatten Vereinsmitglieder den Kastanien-und Nussbaum bereits zwei Tage vorher eingepflanzt. Die zahlreichen Besucher, Freunde und Gönner des Vereins konnten dann der abschließenden Lindenbaumpflanzung beiwohnen.
Vorsitzender Helmut Lubitz ging in seiner Begrüßung besonders auf die Restaurierung dieses Kalkbrennofens ein, der 1996/97 als einer der sechs Kalkbrennöfen in diesem Bereich mit Unterstützung des Maurermeisters Norbert Neisius restauriert worden war. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Kalkbrennen eine bedeutende Erwerbsquelle für die Hargarter; in und um den Ort gab es bis zu 14 Kalkbrennöfen. Wie der Vorsitzende weiter ausführte, waren die Kalkbrenntage im Juni 2002 die Gelegenheit, den „letzten“ Kalkbrennern Josef Rein und Emil Reiber, der inzwischen verstorben ist, beim Kalkbrennen zuzusehen, denn sie hatten in jungen Jahren mit ihren Familien noch dieses Handwerk ausgeübt. Das mit dem Kalkbrennen verbundene Fest fand damals große Resonanz über die Kreisgrenzen hinaus.
Zur Erinnerung an alle ehemaligen Kalkbrenner in Hargarten und unter Beifall der Besucher legte Josef Rein symbolisch eine Urkunde dem Wurzelwerke der Linde bei. Lobenswerte Worte für die Arbeit des Heimat- und Kulturvereins fanden der 1. Beigeordnete der Gemeinde Daniel Minas und der Naturschutzbeauftragte Winfried Minninger.
Anschließend lud der Heimat- und Kulturverein noch alle Besucher zu einem Frühschoppen bei Freibier und Lyoner ein.


Den Mitarbeitern des Bauhofes sagen wir ein Dankeschön.