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Was zwischen 2010 und 2014 passiert ist...

Puppenstube in der Flachsstube (2014)

PuppenstubeAm  Adventssonntag, 07.12.2014, lud der Heimat- und Kulturverein Hargarten in die Flachstube zu einem Adventskaffee und einer Puppenausstellung ein. Der  Erlös  dieser Veranstaltung war für die dringend notwendige Renovierung der St. Anna-Kapelle gedacht.
Agnes Büdinger, 80jährige Witwe aus Büschdorf, und Edeltraud Diwersy aus Bergen warteten in der Flachsstube mit  120 alten Puppen auf. Zu der Ausstellung trugen auch die Hargarterinnen Adeline Hahn, Orana Helfen, Ingrid Dewes und Erika Wagner sowie Anni Weber aus Düppenweiler bei. Neben den Puppen waren auch  verschiedene Puppenmöbel und Spielzeug wie Karussel  und Riesenrad zu sehen. Die Schirmherrin dieser Puppenausstellung, Frau Mathilde Hellbrück jr., konnte viele Besucher aus nah und fern begrüßen, v.a. kamen viele Eltern  mit ihren Kindern, besonders Mädchen, die sich diese einmalige Puppenausstellung  nicht entgehen lassen wollten. Auch die Kinder der Kita  St. Luzia Erbringen, die mit ihren Angehörigen in der Weidentalhalle zu  ihrem  traditionellen Familienfrühstück  zusammen gekommen waren, konnten so  die große Kulisse mit Puppen aller Art bestaunen und hier Anregungen finden, um ihren Weihnachtswunschzettel  mit einer Puppe – wie anno dazumal – zu vervollständigen. Frau Büdinger war so vom Erfolg ihrer Ausstellung  begeistert, dass sie den Akteuren der Ausstellung,  aber vor allem  den Kindern einige ihrer Puppen schenkte. Auch dem Saarländischen Rundfunk  war diese Puppenausstellung es wert, einen Beitrag im Aktuellen Bericht zu senden. Im Rahmen dieser Ausstellung fand auch wieder ein Adventskaffee mit Kuchen statt, der von Hargarter Hausfrauen  gestiftet wurde.

"Verspielte Welt" - eine Spieluhrenausstellung (2013)

Seinen ersten Adventskaffee in der neuen Flachsstube verknüpfte der Heimat und Kulturverein 2013 mit einer Spieluhrenausstellung des Hargarters Werner Luckhard. Aus seiner umfangreichen Sammlung, die er in vielen Jahren mit seiner Ehefrau Christiane durch unermüdliche Flohmarktbesuche in der näheren und weiteren Umgebung zusammengetragen hat, präsentierte er rund 200 Spieluhren aller Art in Zusammenarbeit mit dem HKV der Öffentlichkeit. „Wir finden noch immer wieder weitere Spieluhren verschiedenster Art und freuen uns darüber“, so Luckhardt. Seine stattliche Sammlung wächst kontinuierlich weiter. Zu seiner verspielten Welt voller Überraschungen gehören Stücke wie Clochard Emil, Karussell. Riesenrad, Bäckerei mit Teigrühren und -kneten, Reiter, Nähmaschine, Bügeleisen, Schatzkiste, verschiedene Musikinstrumente und viele andere. Die vielen Besucher, ob Kinder oder Erwachsene, zeigten sich sehr interessiert an den schönen Exponaten und den Ausführungen von Luckhardt.Spieluhren
Der Erlös der Veranstaltung war zur weiteren Renovierung der Anna-Kapelle vorgesehen.Genau diese Spendenidee lobt auch der erste Kreisbeigeordnete Konrad Pitzius als Schirmherr.

Stolze Veranstalter und begeisterte Besucher versammelten sich zum Fototermin: Schüler Moritz Marx zusammen mit seinem Vater Christian (links), Aussteller Werner Luckhardt (rechts), HKV-Mitglied Werner Dietrich (2.v.r.), erster Vorsitzenden Helmut Lubitz (3.v.r.) und zweite Vorsitzenden Herbert Dewes (3.v.l.).
Text&Foto:nb

Hargarter Flachsstube eingeweiht (2013)

Mit der neuen Flachsstube hat der kleinste Ort der Gemeinde Beckingen neben dem Dorfplatz, der Weidentalhalle und anderen, dem Ansehen des rund 660 Seelen zählenden Dorfes förderlichen Bauwerken eine weitere Bereicherung erfahren, denn die Bürger und örtlichen Vereine können sich, nachdem das letzte Gasthaus Wilbois vor einiger Zeit zu machte, nun über einen entsprechenden Raum für ihre Arbeit freuen. Flachsstube2Ortsvorsteher Robert Schomers hieß zur Einweihungsfeier am Sonntag, 8. September 2013, als Gäste Bürgermeister Erhard Seger, Pastor Norbert Klos, den Ersten Kreisbeigeordneten Konrad Pitzius, die Gemeindebeigeordneten Frank Finkler (MdL) und Walter Ewen, Vereins- und Firmenvertreter sowie Mitbürger und andere willkommen. Flachsstube3Ein besonderer Gruß galt auch der auf Heimaturlaub weilenden Ordensschwester Josefa (Cäcilia) Neisius aus Warburg. Der Musikverein Erbringen-Hargarten und der Landfrauenchor Hargarten-Erbringen sorgten mit Musik und Gesang für die Umrahmung. Der Ortsvorsteher gab einen Rückblick auf das Entstehen des Raumes. Schon vor acht Jahren, als die Schule geschlossen wurde, sei der Gedanke gekommen, diese für die Vereine zu nutzen. Es sei jedoch wegen der zu erwartenden hohen Nebenkosten klar geworden, dass dies nicht zu realisieren war. „Aber der Gedanke, eine Räumlichkeit für die Vereine zu haben ging uns nicht aus dem Kopf, und als dann das Schulgebäude verkauft wurde, kam mit der Zusage, dass der Verkaufserlös in Hargarten verwendet werden soll, die Idee wieder auf“, erklärte der Ortsvorsteher. Ein Dorfhaus mitten im Dorf sollte her. Es wurde geplant und diskutiert, bis dann die Idee für einen Anbau an die bestehende Weidentalhalle reifte. Hier waren die erforderlichen Toiletten vorhanden, ebenso eine geräumige Küche nebst Kühlraum. Der Ortsrat sah zunächst die Finanzierung nicht gegeben. Erst ein Zuschuss, um den sich Bürgermeister Seger bei der Landsregierung bemühte, ermöglichte das Startsignal. Gemeindebauingenieur Martin Speicher erstellte den vom Ortsrat nach mehreren Beratungen befürworteten endgültigen Plan und übernahm die Bauleitung. Es waren nur einheimische Handwerksbetriebe am Werk. Flachsstube5Nach kaum einjähriger Bauzeit entstand ein 75 qm großer, heller Raum mit Theke und kleiner Küchenzeile sowie Video-Audio-Anlage, der mit Tischen 60 Personen und nur bestuhlt 80 Personen Platz bietet. „Ich denke, und da haben mir schon viele zugestimmt: Et es scheen gen on mer trifft sich wieder“, meinte Ortsvorsteher Schomers und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Bauwerks beigetragen haben. Bürgermeister Seger betonte: „Heute ist wieder ein großer Tag für Hargarten. Mit dem Namen Flachsstube ist das Dorf wieder zu seinen Wurzeln als einstiger Flachsgarten und Zeiten, in denen jedes Haus eine Flachsstube war, zurückgekehrt.“ Er unterstrich die Wichtigkeit des Heimatbewusstseins und lobte den sehr rührigen Heimat- und Kulturverein Hargarten. Seger ging auf die Chronologie und die Diskussionen um die Flachsstube ein, die der Ortsvorsteher treffend und objektiv dargestellt habe. Flachsstube4Es ein vorbildliches Miteinander geworden. „Die rund 138.000 Euro sind gut angelegt“, befand der Bürgermeister und wünschte, dass in der Flachsstube künftig reger Betrieb herrscht, ob bei Vereinstreffen oder privaten Feiern. Pastor Norbert Klos nahm dann die Einsegnung des Raumes vor. Ortsvorsteher Schomers ehrte anschließend die engagierte Mitbürgerin Mathilde Hellbrück jr., von der der unter vielen Vorschlägen favorisierte Name „Flachsstube“ stammt. Flachsstube1Eine interessante Ausstellung rund um den Flachs mit entsprechenden Informationen bot der HKV Hargarten unter Federführung seines Vorsitzenden Helmut Lubitz. Der pensionierte letzte Leiter der inzwischen geschlossenen Grundschule Hargarten hatte bereits zuvor das Thema "Flachsanbau in Hargarten" ausführlich erläutert.
Text & Fotos:nb


Anschauungsunterricht - alte Schwengelpumpe auf dem Dorfplatz (2012)

Pumpe1In unserer heutigen Zeit sind wir daran gewöhnt, den Wasserhahn aufzudrehen, den Brauseknopf zu bedienen oder die Warm-Wasserheizung laufen zu lassen. Wir denken normalerweise nicht daran, dass diese technischen Errungenschaften erst jüngeren Datums sind. Wasser musste man früher am Dorfbrunnen oder aus dem eigenen Hausbrunnen besorgen - mit Eimern, die aus der Tiefe hochgezogen wurden oder mittels Schwengelpumpen - alles mit Muskelkraft. Das war zudem umständlich und das so gewonnene Wasser entsprach längst nicht unseren heutigen Qualitätsansprüchen. In Hargarten änderte sich dies - laut Schulchronik und Hargarter Heimatbuch - erst 1903, als die erste Wasserleitung verlegt wurde, die übrigens auch die erste im Bereich der heutigen Gemeinde Beckingen war. Von der "Borrestuww" aus konnten dann alle Häuser bis zum Haus Rein-Puhl versorgt werden. Das Unterdorf rund um die Zollhäuser kam erst 1924 in den Genuss fließenden Wassers. Bis dahin war man in Hargarten froh über die beiden öffentlichen Brunnenanlagen in der Annastraße (Dibo-Haus, später Haus Maire bzw. Zimmer) und in der Dorfmitte (heutiger Jakobsbrunnen), die von Wasser aus den umliegenden Höhen gespeist wurden. Einige Häuser hatten damals auch eigene Brunnen, aus denen das kühle Nass mit einer Schwengelpumpe ans Tageslicht gefördert wurde.
Eine solche Schwengelpumpe hat der Heimat- und Kulturverein 2012 am Dorfplatz zur Erinnerung an längst vergangene Zeiten aufgebaut. Die Pumpe wurde vom bereits verstorbenen Karl Schmitt gestiftet, der in Hargarten unter dem Namen „Wurscht-Karl“ bekannt war. Sie ist ungefähr 1,70 m hoch, aus Gusseisen und damit ziemlich schwer. Als typische Schwengelpumpe besteht sie aus einem Ständer mit einer Bodenplatte. Darauf aufgebaut ist der Pumpenoberteil mit dem Zylinder, in dem sich ein Kolben befindet, der an einer Kolbenstange befestigt ist. Diese wiederum ist mit einem Schwengel verbunden, der diesem Pumpentyp den Namen gab. Eine Wasseransaugleitung reichte in etwa 7-8 Metern Tiefe ins Grundwasser. Wird der Schwengel hochgezogen, so bewegt sich der Kolben nach unten. TrogDrückt man anschließend den Schwengel wieder herunter, so zieht man dadurch den Kolben hoch. Durch das dabei entstehende Vakuum gelangt auch Wasser bis zum Auslauf im oberen Teil des Zylinders. Die Funktionstüchtigkeit dieses Systems entdeckte 1649 der Magdeburger Physiker Otto von Guericke. Er erfand die Kolbenvakuumluftpumpe und entwickelte so die Einkolbenpumpe, die Schwengelpumpe.
Die in unseren Dörfern bekannten Schwengelpumpen fördern pro Minute 40 l Wasser, wenn 40 Hube pro Minute getätigt werden, der Schwengel also 40 Mal hochgezogen und wieder runter gedrückt wird. Das Prinzip der Kolbenvakuumluftpumpe findet sich übrigens auch anderswo wieder: Wenn heute ein Schnapsbrenner Hochprozentiges aus dem Fass in die Flasche füllen will - oder ein "Spritklauer" Benzin aus einem Tank "umfüllen" möchte, könnte er einen dünnen Schlauch benutzen, diesen in die Flüssigkeit senken und am anderen Ende des Schlauches mit dem Mund die Luft aus dem Schlauch saugen. Schnaps oder Sprit laufen dann ohne weiteres Zutun nach. Ein Tipp: Rechtzeitig das Saugen mit dem Mund beenden, vor allem bei Benzin...
Übrigens: Den alten Trog, der ursprünglich zur Tränkung von Vieh gedacht war, hat der Heimat- und Kulturverein in Rimlingen ausfindig gemacht und nun am Rand des Dorfplatzes aufgestellt. Die Gemeinde Beckingen hat dankenswerterweise die Finanzierung erleichtert.
Beide Objekte wurden am 30. April 2012 der Bevölkerung vorgestellt.


Pumpe_u_Trog
Text und Fotos: H. Lubitz

Hargarten fängt den „Kartoffelhahn“ (2012/2009)
Ernte-frueherKartoffelernte - das war früher eine anstrengende Arbeit, für die Jung und Alt im ganzen Dorf "eingespannt" wurden. Drei Hargarter Vereine, der Obst- und Gartenbauverein, der Heimat- und Kulturverein und die Landfrauen, erinnerten mit einer ganz besonderen Aktion daran.

Unter dem Motto „Wir fangen den Kartoffelhahn“ konnten im Herbst 2012 vor allem die etwa 30 Kinder, die von nah und fern gekommen waren, erleben, wie es zu früheren Zeiten beim „Grompernausmachen“ zuging. Mit alten Traktoren wurde vom Dorfplatz den Merziger Weg hinauf bis Kartoffelacker der Familie Helfen gefahren, wo noch einige Kartoffelreihen für diesen Tag stehen gelassen waren. Hansi Helfen fuhr dann langsam mit seiner vom Traktor gezogenen Erntemaschine des Baujahres 1965 durch die Furchen und beförderte die Kartoffeln ans Tageslicht. Dahinter sorgte Ehefrau Oranna mit dem „Gropen“ grob dafür, dass die Kartoffeln von den nacheilenden Kindern problemlos aufgelesen werden konnten und in Körbe,Karoffelhahn1 Taschen oder Säcke verstaut wurden. Stolz nahmen sie die Kartoffeln unterschiedlichster Größen in die Hand, die geschwind „offgeroff“ wurden, um möglichst viele zu haben, denn die durften sie natürlich mit nach Hause nehmen. Die Frauen in Kittelschürzen wie einst hatten derweil Grompernsäcke auf dem Feld ausgebreitet, auf denen das Essen ausgeteilt wurde. Es gab Grompernsopp mit Würstchen sowie Kaffee nebst Zuckerkuchen, Brotschmieren mit Butter, Quark und Zwetschgenkraut, was allen bestens schmeckte. Inzwischen brannte auch das Kartoffelfeuer und die Kinder hatten Gelegenheit, ihre an Stöcken aufgespießten Kartoffeln im Feuer zu braten und zu essen. OGV-Vorsitzender Herbert Dewes erklärte den Buben und Mädchen, was es mit dem Kartoffelhahn als Symbol für das Ende der Kartoffelernte auf sich hat. Kartoffelhahn2Die Kinder stürmten sodann los, um den im Nachbargrundstück versteckten Hahn zu suchen und beim Auffinden laut zu krähen. „Ich habe den Hahn gefangen“, erklärte voller Stolz Anakin Kreischer aus Düppenweiler. Ebenfalls von dort kamen Adriana Koch und Elena Steffensky, die meinten: „Es hat Spaß gemacht hinter dem Traktor herzulaufen und die Kartoffeln aufzusammeln.“ Auf die Frage, was sie so alles weiß, wofür Kartoffeln benötigt werden, sagt die junge Hargarterin Maria Helfen: „Für Püree, Suppen, Chips, Pommes Frites usw.“. Kartoffelhahn3Ein kleiner Junge wollte wissen, wo die Pommes Frites auch dem Grundstück wachsen, denn er wußte, daß diese etwas mit den Kartoffeln zu tun haben. Nach der gelungenen Ernte hieß es wieder Aufsitzen auf die mit Mais und Feldblumen geschmückten Traktoren zur Fahrt auf den Dorfplatz, wo sich weitere Gäste zum Grompern-Schmaus und Spielvergnügen einfanden. Zur Freude der Kinder gab es noch zwei Wettbewerbe: Sackhüpfen und Kartoffelschätzen. „Es war wieder eine gelungene Sache und wir hatten das ideale Erntewetter“, zeigten sich der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Helmut Lubitz und sein Kollege Dewes vom Obst- und Gartenbauverein zufrieden.

Die erste "Kartoffelhahn"-Aktion fand übrigens am 26. September 2009 statt.
Damals brachen acht Oldtimer Traktoren mit Anhänger – u.a. beladen mit Kindern und Erwachsenen - vom Dorfplatz aus auf zum Kartoffelfeld des Nebenerwerbslandwirtes Stefan Kammer auf dem Plateau des Hungerberges. Mit einer alten Kartoffelerntemaschine wurden die letztern Kartoffeln ausgemacht und von fleißigen Kinderhänden - unterstützt von Mamas, Papas und Großeltern - in Säcke gefüllt. Auch die beiden „Gasterntehelfer“ Wolfgang Becker und Heinz Lauer demonstrierten mit ihrer Harke, wie früher Kartoffeln ausgemacht wurden.
Bei herrlichem Spätsommerwetter konnten die Kinder am Kartoffelkrautfeuer ihre ausgewählten Kartoffeln braten. Zwischenzeitlich wurde auf dem geernteten Acker Kartoffelsäcke und Spreutücher ausgebreitet und so der Kaffeetisch gedeckt. Alle stärkten sich dann mit Schmieren mit Quark und Zwetschgenmus, Kaffee, Viez, Apfelschorle oder Zwetschenschnaps. Als die letzte Reihe der Kartoffeln ausgemacht war, fingen die Kinder den „Kartoffelhahn“, schmückten die Traktoren mit Feldblumen und Maispflanzen. Dann fuhren alle – wie gekommen - aber diesmal „krähend“ durch das Dorf, um allen Dorfbewohnern das Ende der Kartoffelernte zu verkünden. Auf dem Dorfplatz wurde dann bis zum späten Abend noch weiter gefeiert. Die Landfrauen warteten hier mit passenden Speisen - Kartoffelpuffer, Crepes und Wiener - auf. Auch die üblichen Getränke durften für die vielen Besucher und Erntehelfer nicht fehlen. Wieder wurde ein alter Brauch in Hargarten aus der Vergessenheit bewahrt.


Text&Fotos 2012: Norbert Becker/ Text&Fotos 2009: Helmut Lubitz

Feuerwehrnachwuchs ging für die SR-Fernsehsendung „mag's“ auf Rekordjagd (2012)

Die Jugendfeuerwehr Hargarten-Erbringen siegte beim Getränkekastenstapeln gegen die Kameraden aus Ensdorf
Einen spannenden und unterhaltsamen Beitrag zum Samstagnachmittag-Programm anläßlich der Dorfplatzeinweihung in Erbringen boten die Jugendfeuerwehren Hargarten/Erbringen und Ensdorf mit ihrem Wettkampf mit Getränkekastenstapeln. Sie erhielten von den vielen Zuschauern nicht nur großen Applaus, sondern trugen auch eindrucksvoll zur Nachwuchswerbung für die Feuerwehr bei. Sie gingen für das SR-Magazin „mag's“, das mit seinem Leiter Willibrord Ney und Team zur Aufzeichnung vor Ort gekommen war, auf „Rekordjagd“. Unterstützt von der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr des Landkreises Merzig-Wadern, Wehrkameraden des Löschbezirks Losheim See mit der Drehleiter, einer Hubsteiger-Firma und sanitätsmäßig betreut vom DRK Reimsbach-Oppen gingen die Buben und Mädchen an die schwierige Arbeit, in zwei Durchgängen möglichst viele Sprudelkasten aus Kunststoff aufeinander zu stapeln, ohne daß der damit gebaute Turm umkippte. Zunächst lag der Rekord für beide Jugendfeuerwehren bei jeweils acht Kisten. Dann schaffte es die vierzehnjährige Joelle, Tochter des Erbringer Löschbezirksführers Werner Folz mit größtem Geschick, im letzten Durchgang noch einen neunten Kasten aufzusetzen und so den Sieg für ihre Mannschaft zu holen. „Das war anstrengend“, meinte das zierliche Mädchen noch außer Atem. Während bei ihr Freudentränen flossen, war ihre Kameradin aus Ensdorf fast untröstlich, dass ihr das Quäntchen Glück für den neunten Kasten gefehlt hatte. „Es war ein gelungener Wettkampf und ein tolles Publikum“, befand mag's-Chef Willibrord Ney. Er überreichte an Joelle Folz den Siegerpokal und an alle Teilnehmer zur Erinnerung "mag's"-Tassen. Löschmeister Dennis Wagner, der auch während der TV-Aufzeichnung Rede und Antwort zum Thema „Jugendfeuerwehr“ stand, bedankte sich als Betreuer der Jugendfeuerwehr Erbringen-Hargarten bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. „Wir werden weiter in Kontakt bleiben und zu einem weiteren Wettkampf zu euch kommen“, versicherte er den Gästen aus Ensdorf. Die Fernsehaufzeichnung war am Donnerstag, 26. Juli 2012, um 20.15 Uhr im SR-Fernsehen zu sehen.

Text: Norbert Becker/Fotos: privat

 

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