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Dies und Das

Nicht alles kann und soll in Schubladen einsortiert werden. Deshalb haben wir diese Rubrik, in der ihr - bunt gemischt - Einzelveranstaltungen, Ausflüge, Aktionen und Anliegen findet. Außerdem gibt es am Ende dieser Seite den Link zu unserem Archiv.

"Geflickt" - Straße nach Brotdorf wieder frei!

KarteGeflicktVom 25. bis 28. Mai 2021 hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) akute Straßenschäden auf der L 370 zwischen Hargarten und Brotdorf beseitigt. Für die Instandsetzung der Asphaltdecke wurde ein Teil der Strecke im Bereich zwischen Brotdorf und der Zufahrt zum Berghof für den Verkehr voll gesperrt. Seit Freitagnachmittag (28. Mai) ist die Strecke wieder befahrbar und Autofahrer können den "Flickenteppich" bewundern. Eins hat eine Testfahrt gegen 17 Uhr schon gezeigt: Viele Autofahrer können jetzt offenkundig noch schneller über den Berg "brettern"...

 

 


Keine Schnapsidee - "Molchi-Bräu" aus Hargarten (2021)

Aus einer "Bierlaune" heraus hatten drei benachbarte und befreundete junge Männer und Liebhaber des edlen Gerstensaftes aus Hargarten einen "folgenschweren" Einfall.

MolchiVor fast einem Jahr trafen sich zu Beginn der Corona-Pandemie Florian Rößler, Patrik Paul und Hanno Schäfer zu einem zwanglosen Gespräch: „Dabei kamen wir auch auf den Gedanken, ein eigenes Bier zu brauen und machten uns dann auf die Suche nach einem solchen, süffigen Bier für den Privatgebrauch. Im Internet und durch Fachbücher eigneten wir uns das notwendige Fachwissen über das Brauen an und setzten die Theorie dann in die Praxis um“, berichten Rößler und Paul bei einem Besuchstermin in der provisorisch als Braustätte mit genutzten privaten Garage oberhalb der Hargarter St. Anna-Kapelle (im Hofgarten mit angrenzender Bleichwiese). Das Bierfreunde-Trio kaufte sich eine kleine Brauanlage nebst notwendiger Utensilien und investierte hierfür rund 2000 Euro. Bereits im Mai ging es dann los mit der eigenen Bierherstellung. Die Rezepte wurden selber geschrieben. „Es gab keine Experimentierphase und hat auf Anhieb geklappt. Das erste Bier, vier Kästen Pils schmeckte gleich gut und musste Gott sei Dank nicht weggekippt werden. Später haben wir das Aroma etwas verändert, aber sonst nichts “, blicken beide zurück. Natürlich werden das deutsche Reinheitsgebot für Bier und die geltenden Zollbestimmungen beachtet. Nach Pils wurde auch Weizenbier, Weihnachtsbier (X-Mas) mit entsprechenden Gewürzen und dann Helles gebraut. Beim Kauf von Hopfen und Malz wird auf Qualität geachtet. Auch die Güte des Wassers, das gute aus dem nahen Hargarter Gemeindewasserwerk oder eventuell später auch von der Oranna-Quelle im Lückner, spielt eine Rolle. Im Braukessel wird der Sud zum Kochen gebracht. Die Garzeit beträgt insgesamt sechs Wochen, davon zwei in 30 und 50 Liter fassenden Gärbehältern und vier in den Flaschen. Es wird auf die traditionelle Flaschengärung gesetzt. Dabei wird etwas Zucker in die Flasche getan, wodurch sich Kohlensäure bildet. Die Abfüllung erfolgt von Hand in kleine 0,33 Liter-Flaschen oder auch in Party-Dosen mit fünf Liter Inhalt. Gebraut wird zirka alle zwei Monate für den Eigenbedarf, Freunde und Bekannte. „Wir würden gerne mehr machen, wenn uns geeignete Räume zur Verfügung ständen. Es wäre schön, dann auch mit unserem Bier nach der Corona-Zeit bei Festen in Hargarten und Umgebung sowie in Geschäften präsent sein zu können“, sagen Paul und Florian, dem als aktiver Feuerwehrmann nicht nur das Durstlöschen bekannt ist. Für ihre Braustätte haben sich die drei Bierproduzenten den Namen „Molchi-Bräu“ gewählt, nachdem ihre kleinen Kinder im nahen Bächlein Molche entdeckt hatten. Das passende Flaschenetikett gestaltete Rößler`s Cousin Pascal Polfer. Aber auch andere nahe Angehörige kommen zum Einsatz. So backt die Schwiegermutter des Brauerkollegen Paul aus dem anfallenden Treber (Rückstände des Braumalzes) wohlschmeckendes Brot.
Text & Foto: Norbert Becker

20 Jahre Besuchersteinbruch und Museumsschmiede in der "Burheck" (2020)

Zu den noch vorhandenen, historischen Zeugnissen in dem kleinsten Ortsteil der Gemeinde Beckingen zählen auch der Steinbruch nebst Feldschmiede in der "Burheck". Diese alten Stätten einst mühevoller, schweißtreibender Arbeit für die Nachwelt zu erhalten, hat sich der 1995 wieder gegründete, rührige Heimat- und Kulturverein Hargarten (HKVH) neben der Brauchtumspflege des Dorfes auf die Fahne geschrieben. Um diese Aufgabe zu erfüllen, scheut der Verein unter seinem erste Vorsitzende Helmut Lubitz und Stellvertreter Herbert Dewes weder Kosten noch Mühen. So jährte sich kürzlich das Fest zur Eröffnung der Museumsschmiede und des Besuchersteinbruchs zum 20. Male. Bis es im August 2000 soweit war, hatten die Mitglieder des HKV und viele freiwillige Helfer seit März 1998 einen großen Teil ihrer Freizeit damit verbracht, den aus dem 19. Jahrhundert stammenden, 1954 stillgelegten und dann nach und nach verwilderten Sandsteinbruch in der Burheck wieder in einen ansehnlichen, parkähnlichen Zustand zu versetzen und so der Bevölkerung zugänglich zu machen. Ebenfalls kümmerte sich der Verein um das im Verfall begriffene, vor dem Jahre 1924 errichtete Gebäude der Feldschmiede am Rande des Steinbruchs, das als ein wichtiger Bestandteil für dessen Betrieb notwendig war. Die Schmiede diente einst der Instandhaltung und Schärfung der zum Steinbrechen und zur Bearbeitung der gebrochenen Steine zu Formsteinen für Tür- und Fensterbogen und zu Bausteinen notwendigen Werkzeuge und Geräte. Die Sandsteine, die man ausschließlich für den Bau von Wohnhäusern, Scheunen, Ställen, Stützmauern und öffentlichen Gebäude verwendete, wurden nicht auf Vorrat gebrochen, sondern nur auf Bestellung. Bereits im Winter begannen die vorbereitenden Arbeiten mit der Abtragung des Erdreiches über den betreffenden Sandsteinfelsen. Der anfallende Abraum wurde zunächst mit Schubkarren und dann mit auf den verlegten Schienen geschobenen Kipploren wegtransportiert. Erst wenn ein ausreichend großer Steinfels freigelegt war, konnte von oben mit dem Brechen der Steine begonnen werden. In mühevoller, mehr als zweijähriger Arbeit rodeten Mitglieder des HKVH die wild gewachsenen Bäume und Sträucher im ehemaligen Steinbruch, so dass dessen Felswände wieder frei waren und er als solcher zu erkennen war. Burheck20aAuch die Gleise nebst Kipploren und Arbeitsgeräte wie die Steinsäge usw., die vor sich hin rosteten, wurden wieder instandgesetzt oder ergänzt, denn sie sind Bestandteil des Steinbruchs, ebenso wie die alte Feldschmiede, die nach gründlicher Restaurierung zu einer Museumsschmiede hergerichtet wurde. In ihr fanden neben den früher erforderlichen Arbeitsgeräte Zweispitz, Keile, Steinaxt usw., deren Abbildungen das Hargarter Wappen mit zieren, auch der Amboss und weitere Schmiedewerkzeuge eine bleibende Stätte, wo sie gut aufgehoben sind und von Besuchern bestaunt werden. "Aufgrund ansehnlicher Zuschüsse durch den Kreis und die Gemeinde sowie tatkräftiger Unterstützung durch den Gemeindebauhof und die unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden durch unsere Mitglieder konnten wir damals unsere Idee der Wiederherrichtung des Steinbruchs und der Schmiede, die vom Beckinger Standesamt auch seit Jahren als einer der Trauorte der Gemeinde in Gottes freier Natur genutzt wird, in die Tat umsetzen", blickten der Vorsitzende Lubitz und sein Stellvertreter Dewes im Beisein von SR-Redakteur und Schirmherr der damaligen Eröffnungsveranstaltung Willibrord Ney, der die Internetseite des HKVH betreut, bei einem Termin vor Ort zurück. Auch 20 Jahre nach dem Eröffnungsfest wird die Anlage ständig gepflegt und befindet sich in einem guten Zustand. Doch nicht nur hierüber herrschte bei dem Treffen Freude, sondern auch über den Geburtstag des ersten Vorsitzenden Helmut Lubitz, der an diesem Samstag, 19. September 2020 sein 80. Lebensjahr vollendete. Der noch rüstige letzte Leiter der ehemaligen Grundschule steht schon seit der Vereinsgründung vor 25 Jahren an dessen Spitze und bleibt so dem Ort seiner früheren Berufstätigkeit weiterhin verbunden.
Text & Fotos: nb

Picknick in "weiß" (2019)

Zum ersten Picknick in „weiß“ hatten Werner Luckhardt und Ehefrau Christiane auf den Dorfplatz eingeladen. In einem schönem Ambiente kamen etwa 50 Freunde, Bekannte und Hargarter Besucher zum Picknickabend. Jeder brachte seine Getränke und Gaumenschmaus zur „Tafelrunde“ mit. Bei Einbruch der Dunkelheit kamen die vielen Windlichter, Kerzen, leuchtende Luftballons so richtig zur Geltung. Horst Irsch unterhielt die Gäste mit seinem Akkordeon und Gesangsbeiträgen und diese machten vom „Tanzbeinschwingen“ regen Gebrauch. Ein Event, das bald wieder stattfinden sollte, hoffen Veranstalter und Teilnehmer.

 

Zu guter letzt: Unser Archiv ...für alles, was älteren Datums ist.
Damit "Aktuelles" auch aktuell ist, "wandern" ältere Ereignisse in die entsprechenden Rubriken. So findet ihr zum Beispiel das "Zöllnerfest" jetzt unter "Ansichtssachen-Grenzgeschichten" oder die "Trauungen in der Feldschmiede" unter "Die Burheck- Feldschmiede". Für länger zurückliegende Einzelveranstaltungen gibt es ab sofort eine Seite Archiv mit Ereignissen, die schon einige Zeit zurückliegen.

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